Künstlerin UND Mutter
Videoarbeit, Skulpturen, Glückskekse, Installation, Malerei
2025


Ausstellungsansichten Junge Kunst Wolfsburg, 2025
Fotos: Ali Altschaffel
Entstanden ist nun 2025 eine Podcastreihe, in der ich Marina Abramović, Anne Imhof, Shirin Neshat, Rosemarie Trockl und Alicja Kwade interviewt habe. Im Aufnahmestudio im Utopia in Lüneburg. Ganz alleine. Vormittags, als die die Kinder in der Schule waren. Eigentlich sogar ohne die Interviewpartnerinnen.

Ausstellungsansicht Videoarbeit »Podcast«, Junge Kunst Wolfsburg, 2025
Foto: Nina Heinzel




»Glückskekse«, Junge Kunst Wolfsburg, 2025



Demoplakat
Acryl auf Leinwand, 70 × 100 cm
Über die Ausstellung „year of the mother artist – mother artist of the year“
Thomas Kaestle
Nina Heinzel trägt dick auf. Auch mit dem Pinsel: Ihre gemalten Ausstellungsplakate sollen keine perfekte Illusion sein. Sie sollen ihren Charakter als selbstgebastelte Karrierephantasien nicht verstecken. Aber vor allem nimmt Heinzel eine der wesentlichen Eigenschaften der Kunst sehr ernst: Dinge behaupten zu können – und im besten Fall dadurch die Welt zu verändern. Dass sie mit ihrem Beitrag zur Nominierten-Ausstellung im Mai bereits frech ihren Wettbewerbsgewinn mit einer Ankündigung der Wolfsburger Präsentation vorwegnahm, war auch ein provokativer Kommentar zu Zugangs- und Erfolgsbedingungen des Kunstsystems. Hochstapelei und Selbstinszenierung seien darin allgegenwärtig, sagt Heinzel – und fragt seit der Geburt ihres dritten Kindes vermehrt nach gesellschaftspolitischen Zusammenhängen. Also verleiht sie sich zusätzlich zum gewonnenen Kunstpreis gleich noch das Prädikat der MOTHER ARTIST OF THE YEAR. Und mehr noch: Sie ruft das YEAR OF THE MOTHER ARTIST aus.
Mitten in einem politisch neu entfachten Kulturkampf um Geschlechtergerechtigkeit und Rollenklischees fragt Heinzel nach der Vereinbarkeit von Mutterschaft, Familie und künstlerischer Karriere. Sie umrundet ihr Thema spielerisch, aber fundiert: Sie forscht in Bestenlisten, die nach Markenwert und wirtschaftlichen Erfolgen sortieren, versteckt kämpferische Botschaften in Glücksorakeln, unterhält sich mit prominenten Kolleginnen und skizziert wie nebenbei kluge Ideen für notwendige Förderstrukturen. Und natürlich denkt sie bei ihrer Ausstellung Raum für Kinder ganz selbstverständlich mit. Denn darum geht es beim YEAR OF THE MOTHER ARTIST: Es nicht mehr für einen exotischen Anspruch zu halten, dass Mütter auch erfolgreiche Künstlerinnen sein wollen und können – sondern die gesellschaftlichen Bedingungen für sie so unaufgeregt und niedrigschwellig zu gestalten wie für Väter.

Ausstellungsplakat, 594 × 841 mm, Digitaldruck, gestaltet nach dem Motiv einer Malerei aus der Serie »Ich arbeite an meiner Karriere«

Siebdruck auf Papier, 297 × 420 mm, 2025
Künstlerin UND Mutter
Videoarbeit, Skulpturen, Glückskekse, Installation, Malerei
2025


Ausstellungsansichten Junge Kunst Wolfsburg, 2025
Fotos: Ali Altschaffel
Entstanden ist nun 2025 eine Podcastreihe, in der ich Marina Abramović, Anne Imhof, Shirin Neshat, Rosemarie Trockl und Alicja Kwade interviewt habe. Im Aufnahmestudio im Utopia in Lüneburg. Ganz alleine. Vormittags, als die die Kinder in der Schule waren. Eigentlich sogar ohne die Interviewpartnerinnen.

Ausstellungsansicht Videoarbeit »Podcast«, Junge Kunst Wolfsburg, 2025
Foto: Nina Heinzel




»Glückskekse«, Junge Kunst Wolfsburg, 2025



Demoplakat
Acryl auf Leinwand, 70 × 100 cm
Über die Ausstellung „year of the mother artist – mother artist of the year“
Thomas Kaestle
Nina Heinzel trägt dick auf. Auch mit dem Pinsel: Ihre gemalten Ausstellungsplakate sollen keine perfekte Illusion sein. Sie sollen ihren Charakter als selbstgebastelte Karrierephantasien nicht verstecken. Aber vor allem nimmt Heinzel eine der wesentlichen Eigenschaften der Kunst sehr ernst: Dinge behaupten zu können – und im besten Fall dadurch die Welt zu verändern. Dass sie mit ihrem Beitrag zur Nominierten-Ausstellung im Mai bereits frech ihren Wettbewerbsgewinn mit einer Ankündigung der Wolfsburger Präsentation vorwegnahm, war auch ein provokativer Kommentar zu Zugangs- und Erfolgsbedingungen des Kunstsystems. Hochstapelei und Selbstinszenierung seien darin allgegenwärtig, sagt Heinzel – und fragt seit der Geburt ihres dritten Kindes vermehrt nach gesellschaftspolitischen Zusammenhängen. Also verleiht sie sich zusätzlich zum gewonnenen Kunstpreis gleich noch das Prädikat der MOTHER ARTIST OF THE YEAR. Und mehr noch: Sie ruft das YEAR OF THE MOTHER ARTIST aus.
Mitten in einem politisch neu entfachten Kulturkampf um Geschlechtergerechtigkeit und Rollenklischees fragt Heinzel nach der Vereinbarkeit von Mutterschaft, Familie und künstlerischer Karriere. Sie umrundet ihr Thema spielerisch, aber fundiert: Sie forscht in Bestenlisten, die nach Markenwert und wirtschaftlichen Erfolgen sortieren, versteckt kämpferische Botschaften in Glücksorakeln, unterhält sich mit prominenten Kolleginnen und skizziert wie nebenbei kluge Ideen für notwendige Förderstrukturen. Und natürlich denkt sie bei ihrer Ausstellung Raum für Kinder ganz selbstverständlich mit. Denn darum geht es beim YEAR OF THE MOTHER ARTIST: Es nicht mehr für einen exotischen Anspruch zu halten, dass Mütter auch erfolgreiche Künstlerinnen sein wollen und können – sondern die gesellschaftlichen Bedingungen für sie so unaufgeregt und niedrigschwellig zu gestalten wie für Väter.

Ausstellungsplakat, 594 × 841 mm, Digitaldruck, gestaltet nach dem Motiv einer Malerei aus der Serie »Ich arbeite an meiner Karriere«

Siebdruck auf Papier, 297 × 420 mm, 2025